FALLBEISPIELE - SYSTEMISCHES COACHING

DIE ETWAS ANDERE SPRACHE IM COACHING

Der Mehr-Wert transverbaler Sprache in Coaching

Einen Unterschied zur Ist-Situation des Coaching-Kunden zu machen und neue Informationen für die erwünschten Ziele und Visionen zu generieren ist eine der Hauptaufgaben eines professionellen Coach.

Die transverbale Sprache der Systemischen Strukturaufstellungen (SySt®) stellt eine Ergänzung zur rein verbalen Sprache in Coaching dar. “Da, wo das Schweigen im Sinne Wittgensteins beginnt, kann die transverbale Sprache durch ihr Aufzeigen Hinweise geben”. Lesen Sie, wann und wie der Einsatz transverbaler Sprache einen Mehr-Wert kreiert.  

Lösungsfokussiertes Coaching Gespräch

Was einen positiven Unterschied macht, anders formuliert eine Lösung, ein Ergebnis bedeutet, kann manchmal in einem lösungsfokussierten Coaching Gespräch herausgearbeitet werden. Lösungsfokussierte Fragen regen an, über Details der erwünschten Situation nachzudenken. Daraus entstehen oft neue Erkenntnisse, neue Zusammenhänge und vor allem wird das, was erwünscht ist im inneren Bild klarer und deutlicher.

Dieses „so-tun-als-ob“ und die Bilder im Kopf  werden so erlebt, als ob etwas näher herankommt bzw. als Annäherung an etwas, was als „besser“ beschrieben wird. Die Wahrscheinlichkeit, dass diese Situation tatsächlich eintritt, wir dadurch wahrscheinlicher.

Transverbale Sprache ergänzt und erweitert die verbale

In manchen Fällen entstehen in einem lösungsfokussierten Gespräch durch weitere verbale Fragen kaum neue Informationen mehr oder die Ziele sind inhaltlich nicht klar.

 „Die transverbale Sprache stellt eine Ergänzung zur rein verbalen Sprache dar, da in ihr etwas gezeigt werden kann, worüber wir in der verbalen Sprache oft vergeblich zu sprechen versuchen. Da, wo das ‚Schweigen‘ im Sinne Wittgensteins beginnt, kann die transverbale Sprache noch durch ihr ‚Aufzeigen‘ Hinweise geben.“  schreibt Insa Sparrer in der Zeitschrift SyStemischer.

Systemische Strukturaufstellungen (SySt®), entwickelt von Insa Sparrer und Matthias Varga von Kibéd werden als eine Sprache aufgefasst, als transverbale Sprache, die die verbale Sprache und die nonverbale Sprache der Repräsentanten umfasst und zusätzlich die räumliche Anordnung der Repräsentanten zueinander.

Wir verwenden häufig Ausdrücke in der Alltagssprache, die auf räumliche Anordnungen hinweisen wie beispielsweise ‚er steht mir nahe‘, ‚ich brauche mehr Abstand‘ ‚wir haben unser Team neu aufgestellt‘, ‚der Chef stärkt mir den Rücken‘.

Als ein Gruppensimulationsverfahren nutzen die systemische Strukturaufstellungen (SySt®) unsere Fähigkeit der räumlichen Wahrnehmung und das Wissen zwischen uns zur Vermehrung von Informationen.

Wirkt unmittelbar … und zugleich länger

Wenn Coaching-Kunden nach einem Coaching Prozess mit Aufstellung bzw. transverbalen Elementen befragt werden, wie sie den Nutzen und die Wirkung beschreiben können, können sie oft auch einen sehr klaren neuen Zugang nicht in Worte fassen, da das Neue eben nur in der wesentlich reicheren transverbalen Sprache vorliegt.

Das Lösungserleben wirkt oft Monate nach der Aufstellung in schwierigen Phasen erleichternd, wird es von manchen Kunden beschrieben. Auch eine wissenschaftliche Studie an der Universität Heidelberg zeigt, dass Aufstellungen  sehr viel länger wirken als vergleichbare Methoden.

Das transverbale Gespräch ist nicht nur eine Alternative zum verbalen, sondern eine wesentliche und starke Erweiterung davon.

Wann macht der Einsatz transverbaler Sprache einen besonders wirksamen Unterschied?

1. Neue Klarheit und Überblick

Wenn bei einem Thema viele interne und externe Faktoren eine Rolle spielen und die Komplexität hoch ist.

In solchen Fällen schafft eine Externalisierung und räumliche Wahrnehmung Klarheit und Überblick.

Bei Fragen wie ‘was gehört alles zum System, z.B. zu einem Team, zu einem Projekt, sind alle projektrelevanten Faktoren berücksichtigt?’ entsteht eine neue Klarheit bzw. ein Überblick, wenn alle relevanten Aspekte der Fragestellung als ein räumliches Bild aufgestellt werden. So können auch bisher übersehene Aspekte und fehlende Elemente einbezogen werden. Auch das inhaltliche und/oder zeitliche Sortieren schafft eine neue Klarheit.

Eine Coaching-Kundin beschreibt diesen Umwandlungsprozess eindrucksvoll mit folgenden Worten:

„So werden Zusammenhänge und Beziehungen innerhalb des von mir in bestimmter Weise wahrgenommenen Systems, mit jeder Bewegung und mit jedem Ausdruck und Eindruck innerhalb der Beziehungen, deren Teil ich bin, fassbarer, klarer, sichtbarer. Das Neue formiert sich sukzessive zu einer Struktur, die allen Elementen eine für sie und zueinander stimmige Position im System ermöglicht, Wahrnehmung für Wahrnehmung, Beschreibung für Beschreibung und Schritt für Schritt“.

2. Fine Tuning bei wichtigen Botschaften/Handlungen

Wenn das gewünschte Ergebnis klar ist, aber das Wie der Umsetzung unklar bzw. wenn bisherige Versuche nicht erfolgreich waren oder wenn es um Ausgleich und Anerkennung geht.

Wenn beispielsweise eine wichtige Maßnahme vom zuständigen Mitarbeiter nicht umgesetzt wird und die Frage etwa lautet:“ Wie kann ich es erreichen, dass es beim nächsten Gespräch  ‚ankommt‘?“  bringt ein Perspektivenwechsel oft überraschend schnell ein Verständnis und Einsicht für den Gesprächspartner.

So kann ein Dialog mit einer wichtigen Botschaft z.B. vor einem Mitarbeitergespräch simuliert werden und es ist unmittelbar erfahrbar, ob es die gewünschte Wirkung zeigt. Wenn die gewünschte Wirkung nicht gleich eintritt, kann der Coach modifizierte Sätze vorschlagen, so dass ein Fine Tuning möglich ist.

Dieses Probehandeln und Erleben der Situation minimiert das Risiko für ungünstige Auswirkungen und erhöht durch das Erleben-wie-etwas-funktioniert die Sicherheit, dass die gewünschten Effekte eintreten werden.

So entsteht ein Mehr-Wert durch Einsatz der transverbalen Sprache. Auch Zukunftsszenarien beispielsweise in Projekten können so simuliert und daraus wertvolle Handlungsoptionen gewonnen werden.  

3. Aus eins wird zwei

Wenn merkwürdig rätselhafte Konflikte und unerklärliche Situationen die Zusammenarbeit erschweren.

Aussagen wie ‚mit der Kollegin A kann ich nicht zusammenarbeiten, es ist ganz eigenartig‘  oder  ‚das bisher gute Klima im Team ist plötzlich getrübt, es ist eine seltsame Spannung da‘ weisen auf solche Situationen hin.

Es kommt häufig vor, dass Personen, Orte, Situationen, Themen und ähnliches mit anderen beispielsweise früheren Erfahrungen assoziiert werden. Angenommen, wir bekommen einen neuen Kollegen und dieser erinnert uns an jemanden, den wir kennen und mit dem wir eine schwierige Erfahrung gemacht haben. Wenn sich eine solche Überlagerung nicht von selber wieder auflöst, dann wird es schwierig, der neuen Kollegin neutral zu begegnen, weil sich ständig die frühere Erfahrung ungünstig hineinmischt.

Zur Klärung von solchen ‚versehentlichen‘ Aufstellungen ist die transverbale Sprache im Coaching Gespräch sehr hilfreich. Ein solcher Prozess läuft ohne viele Worte, vor allem ohne Diskussionen, Rechtfertigungen, Schuldzuweisungen. Es kann leicht und schnell getestet werden, ob beispielsweise etwas ‚dazwischengeraten‘ ist und ob es einen Unterschied macht, wenn das, was ‚dazwischengeraten‘ ist zur Seite geht. Wenn erlebt wir, dass ein solcher ‚versehentlicher‘ Konflikt mit etwas oder jemandem anderen zu tun hat, stellt sich meist eine sofortige positive Wirkung ein.   

Vor allem die jüngeren Entwicklungen der SySt®-Miniaturen machen möglich, in ein verbales Coaching Gespräch transverbale Elemente einzufügen und danach wieder in das Gespräch zurückzukehren ohne die Komplexität einer ganzen Strukturaufstellung einzuladen.

Das transverbale Gespräch ist nicht nur eine Alternative zum verbalen, sondern eine wesentliche und starke Erweiterung davon, auch in organisationsinternen Coaching Prozessen.

Ein achtsamer, lösungsfokussierter Umgang, eine Haltung des Nichtwissens ohne das Gehörte gleich zu deuten und einzusortieren vorausgesetzt.  

Autorin: Mag.a Esin Suvarierol

Autorin: Mag.a Esin Suvarierol

Betriebswirtin, Inhaberin der Unternehmensberatung für Systemische Lösungen.

Arbeitsschwerpunkte sind Systemische Beratung in Veränderungsprozessen, in Projekten, in interkultureller Zusammenarbeit mit Schwerpunkt Türkei sowie Weiterbildungsseminare in „Systemisches Coaching nach SySt“. Sie ist zertifiziert vom SySt-Institut in München in Systemischer Beratung mit Schwerpunkt Systemische Strukturaufstellungen (SyS) und ist in Österreich und in der Türkei tätig.

COACHING HALTUNG ODER METHODIK?

Kriterien der Professionalität - Systemisches Coaching nach SySt®

 

Aktiv und transparent informieren

Besonders wichtig ist es, die Kunden transparent über das Was und Wie des Coaching Prozesses zu informieren, d.h. darüber, wie man arbeitet, auf welche Prämissen und Grundannahmen man sich als Coach bezieht und auch woher, aus welcher Richtung/Ansatz diese Prämissen kommen. Die Prämissen beim systemischen Coaching nach SySt®, also Systemische Strukturaufstellungen, kommen von systemisch-konstruktivistischen Ansätzen (Heidelberger Schule, Mailänder Schule), vom lösungsfokussierten Ansatz (Steve de Shazer, Insoo Kim Berg) und der modernen Hypnotherapie nach M. Erickson.

Ein systemischer Coach sollte immer aktiv kommunizieren können, wie sie arbeitet und in welcher Weise diese oder jene Richtung, die man im Coaching Prozess einschlägt, zu der vom Kunden gewünschten Zielrichtung beitragen kann.

Das stärkt sowohl das Kooperations- und Vertrauensverhältnis zwischen Coach und Kundensystem, als auch die Integration und den Transfer der Ergebnisse durch die Kunden. Aktive, transparente Informationsstrategie setzt natürlich voraus, dass der Coach sich auf ein fundiertes Hintergrundwissen, auf klare Prämissen und Haltungen bezieht.

Ob der Coaching Prozess mit einer Einzelperson, einem Team oder einer Organisationseinheit stattfindet, macht in dieser Hinsicht keinen Unterschied. Die Art der Information ist natürlich je nach Kontext des Coaching Prozesses unterschiedlich.

Coach als Experte, wofür?

Eine der Prämissen, mit der ein Systemischer Coach nach SySt® arbeitet ist, dass Menschen und Organisationen als lebende Systeme ihre Entscheidungen autonom treffen (Theorie der Autopoiese) und von außen nicht direkt steuerbar sind.

Daher sieht sich ein systemischer Coach nach SySt® nicht als Experte für die inhaltlichen Lösungen, sondern ausschließlich als Experte für die Gestaltung des Coaching Prozesses, der im Dialog mit dem Kundensystem einen „Möglichkeitsraum“ öffnet, d.h. ein Feld, in dem das Kundensystem (Einzelperson oder eine Personengruppe) seine Lösungs- und Handlungsmöglichkeiten erweitern kann.

Bezogen auf die Inhalte der Kunden nimmt der Coach eine Haltung des Nicht-Wissens und Nicht-Deutens ein. Und das ganz bewusst, um neugierig Fragen zu können und nicht zu früh zu „wissen“, was beispielsweise „Erfolg“ genau in diesem Zusammenhang für dieses spezifische Kundensystem bedeutet. Also ist es wichtig als systemischer Coach "dumm" zu sein, was die Deutung des Kundensystems betrifft und durch neugieriges Erkunden, durch Fragen und Hinterfragen die Informationen zu vermehren.

Systemische Strukturaufstellungen, ein Gruppensimulationsverfahren, bietet über die räumliche Darstellung, Perspektivenwechsel und Einbeziehung des impliziten Wissens und durch unterschiedsbasierte Arbeitsweise besonders wirksame Möglichkeiten für Informationsvermehrung.

Informationen vermehren, Angebote machen

Neue Informationen zu generieren ist eine der Hauptaufgaben eines systemischen Coachs nach SySt®. Die Fragen und Angebote haben stets einen Vorschlagcharakter. Das Kundensystem hat die Expertise für die Ebene der Inhalte und ist die Instanz, die entscheidet, ob die Vorschläge angenommen werden oder nicht.

Wird ein Vorschlag nicht angenommen, denkt ein systemischer Coach nach SySt® beispielsweise nicht „dieser Kunde ist nicht kooperativ, jener zeigt Widerstand“, sondern sieht darin eine Kompetenz des Kundensystems, so gut zu wissen, was passend ist und was nicht und geht anschließend in sich und sucht passendere Vorschläge.

Ausgehend aus der Prämisse, die Lösungen sind in den Problemen bereits enthalten und auch die Kompetenzen dafür sind grundsätzlich da, ist es ein Meta-Ziel des Coaching kompetenzaktivierend zu arbeiten.

So gesehen ist es ein absolutes 'No-Go' für einen systemischen Coach nach SySt®, inhaltlich zu deuten, was gut bzw. weniger gut ist für das Kundensystem. Ein noch größeres 'No-Go' wäre, nicht ständig an sich als Coach zu arbeiten, um weniger urteilend und deutungsarmer in diesem Sinne zu werden.  

Was heißt erfolgreich und wer definiert den Erfolg?

Es gibt zwei Ebenen in einem Coaching Prozess, die Inhaltsebene und die Prozessebene. Auf der Ebene der Inhalte sind es ausschließlich die Kunden, die beurteilen können, was erfolgreich, gut, besser, passend usw. bedeutet.

Auf der Ebene des Prozesses gibt es mehrere Kriterien, die dem Coach zeigen, ob der Prozess in die richtige Richtung geht. Sieht der Kunde bzw. Kundensystem mehr eigene Handlungsmöglichkeiten, werden mehr auch kleine Fortschritte in die gewünschte Richtung wahrgenommen und können mehr eigene Beiträge beschrieben werden, die zum Fortschritt beigetragen haben, wenn also das Kundensystem ressourcenreicher wirkt bzw. sich selber so beschreibt, haben wir als Coach einige Hinweise, dass es in die richtige Richtung geht.

Wichtig ist auch, solche Hinweise auf den gesamten Coaching Prozess zu beziehen und nicht nur auf einzelne Sitzungen, um die individuelle Zeitqualität zu beachten, die einzelne Kunden für ihre Prozesse brauchen.  

Coaching Kompetenz für Führungskräfte

Wenn wir Führung -laut Organisationstheoretiker Rudi Wimmer- als zielgerichtetes Gestalten sozialer Situationen verstehen und situativ tragfähige Ja‘s zu erzeugen als eine der Kernleistungen von Führung, so wird es verständlich, dass Coaching Kompetenz bei den Führungsaufgaben immer zentraler wird.

Es ist gut erforscht, dass die meisten Probleme in Projekten auf Mängel bei Kundenbeziehungen vor allem in der Phase der Anforderungsklärung zurückzuführen sind. Oft sind enorme Terminverzögerungen und Kostenexplosion zur Folge. Kompetenzen des Nicht-Wissens und des Nicht-Deutens können bei der Klärung und Verfolgung von Kundenanforderungen und generell in Kundenbeziehungen außerordentlich nützlich sein.

Bewusst so zu kommunizieren, dass das Vertrauens- und Kooperationsverhältnis gestärkt wird, erhöht nicht nur bei externen Kundenbeziehungen die Wirksamkeit. Interne kollegiale und hierarchische Beziehungen als Kooperationsverhältnisse zu betrachten, öffnet viele Möglichkeiten, jede Interaktion effektiver, fruchtbarer und auch angenehmer zu gestalten.

Kompetenzaktivierende, lösungsfokussierende Gesprächsführung ist zielführend und effektiv einzusetzen beispielsweise bei MitarbeiterInnen-Gesprächen, bei Diskursen, bei Problemlösungsprozessen, bei Konflikten und vieles mehr. Erfahrungswerte zeigen das. 

SOLUTION-FOCUSED WORK AND SYSTEMIC STRUCTURAL CONSTELLATIONS (SYST ® ) FOR LASTING SOLUTIONS IN COMPLEX PROJECTS

Veröffentlicht in: Solution Focused Management, edited by Günter Lueger,Band 1, Rainer Hampp Verlag, 2006

Summary
This  article  describes  a  process  framework  for  working  on  complex  projects  with solution focused work and systemic structural constellations (SySt®) and how to create the  preconditions.  Building  trust  is  a  vital  part  of  achieving  acceptance  of  these unfamiliar  methods  in  the  modern  task-orientated  organization.  When  the  benefits concerning structural constellations are “translated” to fit the organizational environment and culture, then the advantages and possibilities  not only for the projects but also for their  organizations  can  really  be  appreciated.  This article  shows  how  the  right conditions and atmosphere are created by allowing organization members to participate in the process of change right from the beginning.  In this way, a process framework is constructed that allows the integration of solutionfocused work and systemic structural constellations  into  project  management.  This  process  framework  includes  a  solution focused kick-off interview, structural constellation work, a SF transfer-interview and an SF  integration-interview.   Accompanying  the  project by  combining  these  different approaches,  all  of  which  contribute  their  own  unique  perspectives  and  qualities  for positive change, the full benefits for managing complexity are thus increased.


1. Project management methods have their limits
The complexity and dynamic nature of large projects, especially IT-projects, is increasing according to the technical and economic requirements. 77% of global CEOs say that the level of complexity in their organizations is higher than it was 3 years ago (PricewaterhouseCoopers, 2006). The causes are manyand varied. Complexity is associated with value-creating activities involved in globalisation and it should be managed as effectively as possible.
According to the findings, the most significant problems in projects are unclear goals and lack of information as well as lack of management support (GPM, 2004). With these types of problems traditional project management methods have reached their limits. Managing the stakeholder as well as the change of requirements and goals actively is mentioned as two of the essential success factors for efficient projects. “Technical complex projects are the easy ones, in my fifteen years as project manager I never  had  a  project failed  on  technique”  says  an  experienced  project manager  in  an international company.
The challenge is to recognise the nature of the complexity and then work to manage it as effectively as possible. That means coping with complexity when it adds value and simplifying when it does not.

2.  Prodyn:  a  model  for  integrative  use  of  solution-focused approach  and Systemic Structural Constellations (SySt®) in complex project

One  of  the  main  questions  we  had was  “how  to  design a  framework  over  the  whole process  combining  Solution  Focus  as a  verbal  method and  SySt® as  a  transverbal language over the whole process?” Prodyn (project complexity and dynamic management) is a basic concept to develop an innovative support  toolbox  for  managing  complexity  within  projects  using  Solution Focused Approach (SF) and Systemic Structural Constellations (SySt®), as well as to integrate and adapt the benefits of both of these approaches when dealing with specific project management models.

Prodyn  is  promoted  as  an  innovative  service  by  ZIT  (Center  for  Innovation  and Technology, Vienna).

Graphic 1: Prodyn: model for integrating SF and SySt®in projects and into project management

3. What are the special benefits of Systemic Structural Constellations (SySt®) in project organizations?

Systemic  Structural  Constallations  (SySt®),  developed  by  Insa  Sparrer  and  Matthias Varga von Kibéd, is as a form of language, the transverbal language, spoken not by a single  person,  but  by  a  group  of  persons.  This  language  combines  verbal  and transverbal  language  but  also  goes  beyond  them  (Sparrer,  2006,  Varga  von Kibéd, 2006).The  basis  of  this  language  is  the  representative  perception,  which  can  be described as a path to the unconscious mind between us.
In Organizations this aspect of unconsciousness is  widely neglected. However SySt® can bring a complete change of perspective (Varga von Kibéd, 2000 p.20).
System  constellations brings  a  further  dimension  which  cannot  be  replaced by interpersonal  communication,  and  also  because  interpersonal  communication  cannot be replaced by a conversation with oneself. Thus we can see system constellations as a form of meta-communication in social systems.(Schlötter 2005 p. 194).
Project organizations can use a qualitatively different way of solving problems compare to the usual form of verbal communication. (Schlötter, 2005 p. 202).
This  doesn’t  make  traditional  project  management  unnecessary  but  is  a  very useful addition in terms of managing complexity as effectively as possible.

Systemic structural constellation work is especially useful when

  • It  is  necessary  to  make  use  of  implicit  knowledge  to  deal  with  complexity  in organizations.
  • When  there  are  a  large  number  of  relevant  factors  and  all  the  interactions  and connections cannot be properly checked.
  • unexpressed or unclear goals and requests by clients or other stakeholders should be considered
  • effects of planned changes and decisions should betested

4. Accompanying the project through the whole process: essential factors for lasting benefits

Structural constellations has useful effects even if you use them only at one point of the project,  but  experience  shows  that  lasting  benefits will  usually  be  seen  only  after consistent usein a project.

We took this as the starting point and made a design, making it possible to “translate” information  from  the  constellations  into  the  specific  context  of  the  project  and  then integrate  the  benefits  on  the  level  of  the  concrete project  and on  the  level  of  project management.

Outside layer: level of project management in an organization
Inside layer: level of a project

According to the length and the objectives of a project, the following elements will be used in three phases (starting, implementation and closing down phases) of the project.

Outside layer: level of project management in an organization
The first step is a solution focused kick-off-interviewwith all key actors and experts for project management, called “integration circle”. The aim is to find out the path of useful change, as well as the vision or “miracle” of a more effective project management in that organization. We are interested in their understanding of a successful project, in the typical difficulties experienced, what makes them go to their limits, and the coping strategies they use for this. We want to get some ideas about what should be changed to  make  projects  more  successful  and  what  would  have  helped  to  make  them  even more successful.

Inside layer: level of a project

  • systemic structural constellation, SySt®
    • the main aims of the SF interview are context- andgoal clarification for the constellation, selecting the system elements and the suitable SySt® format
    • systemic structural constellation
    • The  aim  of  the  solution  focused  dialogue  afterwards  is  to  reflect  on  the impressions  of  the  whole  “solution  picture”  in  order  to  have  a  shared understanding of it.
  • Solution focused transfer-interviewas an additional element: A  “Solution  picture”  of  a  structural  constellation  creates  the  space  for  new possibilities.  The  ambiguous  and  abstract  language  of  structural constellations makes  a  “translation”  necessary  into  the  task  and goal-oriented  culture  of management so that the effects of the constellationprocess can be made concrete and  long  lasting.   Solution  focused  questions  about the  details  of  the  first  small changes then helps to transform the effects into the practical reality of a project.

Outside layer: level of project management

  • The final step of each phase is the solution focused integration interview with the so-called “integration circle”. Here the aim is to  identify workable structures based on  collective  experiences  in  one  project  that  will  produce  lasting  benefits  and advantages for future projects in an organization that has undergone this process. The differences and benefits should be measured according to the “miracle” of the kick-off-interview.

Graphic 2: Prodyn steps with SF and SySt ®through the project process

5. How we combine Solution Focused elements with Systemic Structural Constellations (SySt®)

Solution focused principles and attitude in SySt®

The  principles  of  solution  focus  are  already  integrated  into  Systemic  Structural Constellations (SySt®)
Solution  focused  brief  therapy  is  one  of  the  main  roots  of  systemic  structural constellations. The special SF-way of thinking, questioning with “not knowing”, without judging or being biased are basic attitudes in both approaches.
There are some special groups of SySt® , called Solution Focused SySt®, a combination of  SySt® and  solution  focused  interviews,  which  were  developed  by  Insa  Sparrer (Sparrer,  2004).  In  particular,  the  “Solution  geometric  interview”,  a  solution focused interview  with  representatives  in  a  structural  constellation,  is  very  effective  and pragmatic for working in organizations. (Sparrer, 2006)

Diverse methodical advantages, diverse information,more benefit

Both solution focused interview and SySt® can supplement each other. They create in different  ways  ideas for the  next  steps and  help  to identify  the specific solutions that people need (Insa Sparrer, 2006). As a transverbal  language a constellation makes it possible to use the “implicit” knowledge and experience of a project team in a new way. As a three-dimensional picture it makes visible what is between the relevant elements of a problem or question (Sparrer, 2001). A solution focused interview on the other side makes  it  possible  to  get  detailed  information  about the  next  steps  and  put  these together to form a shared, common view. This kind of verbal and detailed information is, in  the  context  of  management,  already  usual  in  relation  to  the  information  of  a constellation, which at the beginning is seen as unfamiliar.

Solution focused dialogue after a structural constellation

This is a vital part of Systemic Structural Constellation work in organizations. Sharing impressions, observations and asking questions afterwards is helpful in creating a common understanding of the constellation process. It is also important to remember that as a facilitator you have to take care that any impressions will not be interpreted as communication between individuals but as a meta-communication of the system. If some interpretations are made then additional interpretations can be given as suggestions, so that several points of view will beavailable.

Small steps in a process

The real change happens between the meetings so we have to focus on the small steps and changes in-between to keep the energy for change and then increase it. The more such methods are new in an organization, the more you have to help by observing any small differences that emerge.

Beginning with the compliments - a snowball
“Let’s hope that you know that you don’t know what your client’s problem really means. You must try to do something that brings a change for the client, even a small one, which he accepts as a positive change. This is likethe snowball effect because it gets bigger and bigger as it rolls down the mountain”. (Steve de Shazer, 2004 p.99 quoted Milton Erickson)
The snowball metaphor from Milton Erickson is very  well known. Using compliments to start a meeting creates a positive atmosphere and makes solution talking easier. Steve de Shazer always began his interviews with “thank you for coming”. That is a very short form of beginning with compliments.

6. Specific conditions for working with SySt® in organizations -What helps to build trust?

Constellations work best under very specific conditions (Insa Sparrer, 2001).

Top-down strategy

In  large  organizations  making  a  decision  about  using  a  new  method  is  a  complex process in itself. As an external consultant you don’t know what really counts and who the key decision makers are in an organization. Butyou can go with the attitude of “not knowing” and listen carefully with “solution focused ears” (Insoo Kim Berg, 1999, p. 47). According to our experiences in project-oriented organizations a top-down strategy is needed  to  introduce  solution  focused  work  and  Structural  Constellations,  SySt®.  It  is essential to consider all relevant internal structures and to involve all relevant people.
Sometimes it takes a long time making a decision and building the preconditions, but it is an important task (compare McKergow, Jackson, 2002, p.29).

Internal Cultural Interpreters

People in organizations such as internal consultants and human resource managers are mostly familiar with Systemic Constellation Work or other group simulation methods andwith the specific organizational culture. They areof course very welcome as “cultural interpreters”.

Giving information in a familiar form

For a solution focused consultant it is necessary to be aware of the specific culture of an organization, and then to speak in their “language”, especially at the beginning. One way to achieve this is by adapting the form of giving information to the particular culture of the organization.
A very effective possibility is an information workshop with people who have different functions  and  perspectives  within  a  project.  All  questions  can  then  be  answered and any doubts expressed. This helps to find out whatis expected and what is possible. A practical experience with structural constellation helps people to get some ideas of what kind of concrete information and solutions can be created.

Conclusions

Our experiences at the end of the “information and building preconditions” phase are as follows:
Our process framework “Prodyn” is attractive to IT-organizations as a basic model for integrative use of solution-focused work and Systemic Structural Constellations (SySt®). We have also learned that it is necessary to work flexibly with this model.

According to our experiences most of the project-oriented organizations choice topdown strategy. They consider internal structures relevant and involve all the main actors before forming an opinion concerning the methods. Those people closely involved in the organization and who are familiar with SolutionFocus and SySt® are very helpful as “cultural interpreters”

Making us aware of the specific organizational culture, translating the advantages of SySt® into possible benefits and results that really countin projects and going into detail step by step in every organization takes time but they work in terms of building the specific conditions before working with Structural Constellations effectively.

References

de Shazer, Steve (2004): Das Spiel mit Unterschieden, Heidelberg, Carl Auer Systeme

De Jong, Peter & Kim Berg, Insoo (1999): Lösungen (er-)finden, Dortmund, modernes
Lernen

GPM Deutsche Gesellschaft für Projektmanagement, PAConsulting Group
Deutschland, Studie zur Effizienz von Projekten in Unternehmen, 2004

McKergow, Mark; Jackson, Paul (2002): The Solution Focus, London, Brealey

PricewaterhouseCoopers, 9th annual global CEO Survey, 2006

Schlötter, Peter (2005): Vertraute Sprache und ihreEntdeckung, Heidelberg, Carl Auer Systeme

Sparrer, Insa & Varga von Kibéd, Matthias (2003): Ganz im Gegenteil, Heidelberg, Carl Auer Systeme

Sparrer, Insa (2004): Wunder, Lösung und System, Heidelberg, Carl Auer Systeme

Sparrer, Insa (2001): Gespräch als Aufstellung und Aufstellung als Gespräch in: Praxis der Systemaufstellung 1/2001

Sparrer, Insa (2006): Solution Geometric Interview with conflict parties in an organisation in: Solution-Focused Management, International Conference SOL06 Vienna

Varga von Kibéd, Matthias (2000): Unterschiede und tiefere Gemeinsamkeiten der Aufstellungsarbeit mit Organisationen und der systemischen Familienaufstellungen, in:
Praxis der Organisationsaufstellungen, G. Weber, Heidelberg, Carl Auer Systeme

Varga von Kibéd, Matthias (2006): Solution Focus Transverbality. How to keep the Essence of the Solution Focused Approach by extending it in: Solution-Focused Management, International Conference SOL06 Vienna

About the author:

Mag. a Esin Suvarierol 

consultant, trainer and coach for intercultural competence, systemic coaching using systemic structural constellations (SySt®). She is active in Austria, Turkey and Germany.